Vodafone, ein Banner und ganz viel „Social Media“…

14. Juli 2009

Scholz&Friends ist seit der Pressekonferenz mit Live-Schalte mit ihrer neuen Vodafone-Kampagne ja in aller Munde und muss so einiges an Spott ertragen: Verantwortliche erklären sich, Beteiligte rechtfertigen sich, Beobachter zerreißen sie oder flüchten in Utopien.

Soweit so gut bzw. schlecht. Ich habe mich mit meiner Meinung zur Kampagne bisher zurückgehalten, da ich es in erster Linie für richtig und mutig ansehe, als Kommunikationsagentur neue Wege zu beschreiten und dem Thema Social Media so viel Aufmerksamkeit zu widmen. Und Fehler kann man ja auch mal machen.

Aber seit heute reicht´s. Da sehe ich nämlich auf Spiegel Online einen Banner (und Pepe sieht den auf Bild.de) . Der sieht so aus:

banner_vodafone2

Puh, denkt man: Da steckt ja so einiges an interaktiven Elementen drin. Wow. Sogar einzelne Tweets von „Helden“ werden dort angezeigt. Social Media wird innnerhalb dieser Kampagne über Biegen und Brechen wohl über alle Formate bedient.

Dumm nur, wenn man auch mal klicken will. Oder den Scrollbalken bedienen. Oder die angebotene Sortierfunktion nutzen. Das funktioniert leider nicht.

Egal, worauf ich klicke: Ich lande auf ein und derselben Landingpage. Und die dargestellten Tweets sind leider auch nur Fake. Die gibt es auf Twitter nämlich gar nicht. Jedenfalls war das gestern Abend so. Seit eben gibt es den Nutzer DiceKind bei Twitter doch: Das Profil hat sich die Telekom geschnappt und bedankt sich brav bei Vodafone für die unbezahlte Werbung.

dicekind
Was beim Banner funktioniert: Der Close-Button. Immerhin.

So wie es aussieht, nicht nur ein Banner-Fail.


morala_postel aka Karla Kolumna.

31. März 2009

Drei Tage Berlin liegen vor mir. Die re:publica steht an. Ich freue mich auf interessante Veranstaltungen und inspirierende Menschen. Und auf den Plannerstammtisch. Und auf das DJ-Set von Fettes Brot.

In den letzten Wochen habe ich mich allerdings ziemlich darüber geärgert, daß ich weder Notebook noch Smartphone besitze (ja, IMMER NOCH NICHT!), um mehr oder weniger Relevantes von Berlin aus in die große, weite Welt zu schicken.

Und was lese ich da beim freitag? Da wird doch tatsächlich ein re:publica-Reporter gesucht und ein G1 winkt zusätzlich. Wie mitmachen? Eine kleine Geschichte unter dem Titel „Szenario 2020 – Das mobile Internet“ schreiben. Okay. Hab ich gemacht und genau 5 Minuten vor Einsendeschluß eingereicht. Neben zwei weiteren Storytellern gehöre auch ich zu den Gewinnern. Call me Karla…

Ich freu mich!

Bloggen, fotografieren und twittern was das Zeug hält. Ab morgen mit dem G1.


Szenario 2020 – Das mobile Internet.

30. März 2009

Jeden Morgen werde ich mit einem selbst komponierten Liedchen geweckt. Dank mobilem Audiotool bin ich nun mein eigener DJ. Zum Müsli schnell den gefilterten News-Feed lesen. Jetzt bitte nur aktuelle Nachrichten, Wetter, regionale Verkehrslage. Muss ja gleich los. Zum Kunden, der wasweißichwo wohnt. Aber milox_10 weiß, wohin er mich lotsen muss. Also bleibt noch Zeit, Mails zu checken, den Agentur-Wiki kurz durchzuklicken und den eigenen Status der Welt mitzuteilen. Für die nächsten Stunden wähle ich den Provider Droidstel.

Heute ist Montag. Schnell noch die Wochenbestellung [c) Luxus (=ich erwarte Besuch)] zum Supermarkt meines Vertrauens abschicken. Liefern? Aber bitte erst morgen Abend so gegen 21:30.

Noch schnell zum Klamottenladen im Viertel. Anprobieren? Unnötig. Milox_10 ist mein virtueller Spiegel: Kurz vor das potentielle neue Kleidungsstück gehalten, schon weiß ich, dass mir der Schnitt nicht steht. Vielleicht dieses Oberteil da? Wow, darin sehe ich super aus. Das schicke ich gleich mal Lena, die brauchte doch für irgendwas noch vorzeigbares Foto von mir. Image sent. An der Kasse meinen milox_10 über den Scanner halten: gekauft. Das hätte ich auch von der Badewanne aus machen können, aber ich stehe auf Haptik.

„Das sieht ja…interessant aus…“, sagt die irritierte Verkäuferin mit Blick auf milox_10. Jeder designt sein mobile device ja heutzutage selbst. Mir gefällt mein Gerät, das anscheinend auch optisch vor Diebstahl sicher ist. Ich nehme mein Knurren auf Video auf und vernetze mich mit meinem Musikdienst. Stimmung erkannt: Jetzt besser nicht so viel Beat. Im Auto neue Route wählen. Ein Tastendruck gibt mir und dem nächsten Coffeeshop bescheid, dass ich in fünfeinhalb Minuten einen Chai Latte in der Hand halten werde.

Die Präsentation beim Kunden läuft super. Caro hat mir das Update gemailt, ich vernetze milox_10 mit dem Beamer – los geht’s. Bald muss ich wieder hin. Milox_10 und das Gerät vom Kunden (und ICH soll schlechten Geschmack haben?), synchronisieren sich und finden einen für beide passenden Termin. Mittwoch sind wir beide zufällig in Paris. Der Timeslot passt.

Milox_10 lässt mir von Tim ausrichten, dass er in einer halben Stunde in derselben Gegend sei. Abendessen? Tanzen? Beides! Ich soll die Läden aussuchen. In dieser Straße sollte was zu finden sein. Zeit für Augmented Reality. Wie es wohl dort drinnen aussieht? Einfach molox_10 davor halten. Kann mich im ganzen Club bewegen, ohne dass ich reingehen muss. Sieht nett aus. „Niklas and Verena like this place“. Na dann.

Vorher noch was essen; milox_10 peilt das kleine Restaurant an der Ecke an. Hier gibt es für Abonnenten des „Mobile Dinner“-Dienstes bei realem Erscheinen ne Flasche Sekt aufs Haus. 98% positive Bewertungen. Kein Wunder.

Ich zwitschere mal schnell, dass ich mich schon mal reinsetze. Tim kommt in Begleitung von Sabrina – die hat meinen Tweet bei Facebook gelesen. „Ey, Du siehst ja gar nicht so cool aus wie bei twitter!“. Ich lächle. Ein Knopfdruck. Unfollowed.

(2.996 Zeichen inkl. Leerzeichen)


Horror Non Stop – Ehre, wem Ehre gebührt.

18. März 2009

Der Seb. Ein toller Kollege, der ganz schön tolle Sachen macht. Wie zum Beispiel den „Horror Non Stop“-Banner für 13th Street, der mich immer noch begeistert:

Super findet das sogar die Page und widmet sich daher in der aktuellen Ausgabe dem Making-Of des „Horror Non Stop“-Banners. Kaufen!

horror_nonstop_page1


How To Do Social Media Right In 2009.

16. März 2009

Tagtäglich entdecke ich Präsentationen zum Thema Social Media, die sich in ihren Grundzügen kaum unterscheiden. Wirklich breit gefächert sind sie selten. Umso mehr habe ich mich über den heutigen Fund bei Slideshare gefreut.

Eine intelligente und verschiedenste Bereiche des komplexen Themas umfassende Präsentation von Organic, die nicht nur erfolgreiche Cases, sondern auch umfangreiche Facts & Figures vorstellt und auch Themen wie Monitoring und Measurement einbindet.


Jetzt macht Sammeln wieder Spaß – dank Augmented Reality.

10. März 2009

Mein Interesse an Augmented Reality reißt nicht ab. Im Schnitt habe ich alle zwei Wochen ein Aha-Erlebnis – jedesmal entdecke ich tollere Anwendungsbeispiele. Mini bietet eine 360° Grad-Ansicht des Mini-Cabrios. Toyota kann da nur müde lächeln und stellt bei ihrem AR-Demo Fahrzeugeigenschaften wie Agilität anhand einer Fahrsimulation dar und lässt uns in einer Explosionszeichnung sogar die einzelnen Fahrzeugbestandteile bestaunen.

Noch mehr Liebe zum Detail zeigt General Electric im Rahmen ihrer Ecomagination-Kampagne. Erstens sieht das AR-Modell süß aus, zweitens ist vom User (ein klitzekleines Bißchen) Interaktion gefragt: Mit Pusten kann er die Windturbinen steuern. Das nächste Beispiel top(p)t aber – wahrsten Sinne des Wortes –   meiner Meinung nach alles andere: Die 3D Baseball Sammelkarten von Topps. Wird die Karte vor die Webcam gehalten, erscheint der Avatar eines Baseballspielers, der sofort bereit ist, seine sportlichen Fähigkeiten zu präsentieren. Pitching, Batting und Catching sind über die Tastatur zu steuern. Ich bin begeistert. What comes next?

via Ogilvy-Tweet und engadget


Das größte Konzert der Welt.

2. März 2009

Ein außergewöhnliches Event der Hamburger Philharmoniker.

Zusammen mit ihrer Generalmusikdirektorin Simone Young verwandeln sie am 2. März 2009 Hamburg in den “größten Konzertsaal der Welt”. Für das einmalige Ereignis spielen 100 Musiker an 50 Orten ein Konzert der 2. Symphonie von Johannes Brahms. Dirigiert wird es aus 108m Höhe vom Turm des Hamburger Michels. Die Musiker selber befinden sich an 50 verschiedenen Stellen in der Innenstadt in Geschäftsräumen, Privatwohnungen und auf öffentlichen Plätzen.

Ich war live dabei und konnte Rupert Wachter beim Klarinettespielen im „Delta Bistro im Schlachthof“ über die Schulter gucken (und jaaa, i know, die Qualität ist mies):

Netter Typ übrigens, der sich von lauten Hintergrundgeräuschen überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lässt.  In einer kurzen Spielpause hat er übrigens verraten, dass Simone Young Höhenangst hat (tolle Idee, das mit dem Michel).

In den nächsten Tagen wird noch fleißig geschnitten; die ganze Symphonie kann man sich dann online unter philharmoniker-event.de ansehen. Eine schöne Idee, die sich die Kollegen von JvM/Alster da ausgedacht haben.

Und ein Bier zu Brahms hatte ich bisher auch noch nicht. I like.

Hier geht es übrigens zu den Hintergrundinfos.


Augmented Reality jetzt auch bei Toyota.

26. Februar 2009

Letztes Jahr habe ich über MINI´s Augmented Reality Ad berichtet. Nun zeigt Toyota, was der Automobilhersteller im Berich AR drauf hat.

Den Kleinwagen iQ kannst Du Dir ins heimische Wohnzimmer holen (oder wo auch immer Dein Rechner steht).

bild-2

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Auch wenn ich MINI´s Idee immer noch toll finde, in Printanzeigen auf den AR-Ad aufmerksam zu machen, Toyota dagegen kanaltreu bleibt, macht die Entdeckung des Toyota iQ eindeutig mehr Spass: Du kannst das Fahrzeug nicht nur von allen Seiten anschauen, sondern auch auf einer Straße rauf- und runterfahren lassen. Darüber hinaus kannst Du Dir alle Bestandteile des Fahrzeug im Detail (nagut, das ist jetzt ein bißchen übertrieben) anschauen. Hübsch.


„Are you my man in the jacket“ und der Groll der Blogger auf Naked Communications.

20. Februar 2009

Auf dem Ogilvy PR-Blog habe ich gerade einen interessanten Artikel gefunden, der meinen Kopf von links nach rechts und wieder zurück schnellen lässt.

Mann. Kann doch nicht sein, dass hinter einigen Social Media-Kampagnen noch immer noch so viel Fake steckt. Dabei hätte man aus schlechten Beispielen der Vergangenheit doch lernen können. Ich erinnere hier bzw. hier und hier (mit noch hektischerem Kopfschütteln) nochmal an die Kampagne von Calvin Klein, die 2007 total nach hinten losging.

Aber auch in 2009 scheint man noch nicht schlauer zu sein, wie das „Man in the jacket“-Beispiel zeigt. Mit folgendem Video startete die Story:

Nachdem schon heftig diskutiert wurde, wurde die Story folgendermaßen aufgelöst:

Die verantwortliche Agentur (Naked Communication) hat von der Blogosphäre ordentlich auf die Mütze bekommen (nicht verwunderlich nach dieser Aktion); der australische CEO reagierte mit Kündigung. Und sicherlich hat sich der Ruf der hinter dem Viral steckende Marke auch nicht gerade verbessert.

So. Ab jetzt bitte mehr schöne erfolgreiche Social Media Cases. Und das ganze in ehrlich.


„The Long Wow“ oder „Wie loyalisiert man langfristig?“

19. Februar 2009

Zeit, mal wieder was für´s Köpfchen zu posten. Da ich für hübsche Loyalitäts-Brainfood-Cases immer offen bin, habe  ich mich über folgende Präsentation (nicht brandneu, aber noch immer relevant) besonders gefreut:

Und schon hört sich CRM gar nicht mehr so spießig an, was?🙂

Scheint auch nicht so schwierig zu sein. Brandon Schauer bringt es auf den Punkt: „The Long Wow is a means to achieving long-term customer loyalty through systematically impressing your customers again and again. Going a step beyond just measuring loyalty, the Long Wow is an experience-centric approach to fostering and creating it.“


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